Was bedeutet Wartungsvertrag?
Technische Anlagen verschleißen. Regelmäßige Wartung erhält ihre Funktion, verlängert die Lebensdauer und ist bei vielen Anlagen Voraussetzung für die Betriebssicherheit oder den Versicherungsschutz. Im Wartungsvertrag verpflichtet sich ein Fachunternehmen, eine Anlage in vereinbarten Abständen zu inspizieren, zu reinigen, einzustellen und Verschleißteile zu tauschen.
In Mehrfamilienhäusern sind solche Verträge üblich für die Heizungsanlage, Aufzüge, Brandschutzeinrichtungen wie Feuerlöscher und Rauchabzüge, Rauchwarnmelder, Hebeanlagen, Tiefgaragentore und Lüftungsanlagen. Für manche Anlagen bestehen daneben gesetzliche Prüfpflichten durch zugelassene Stellen – beim Aufzug etwa wiederkehrende Prüfungen nach der Betriebssicherheitsverordnung. Wartung durch den Fachbetrieb und Prüfung durch die Überwachungsstelle sind zwei verschiedene Dinge.
Vor dem Abschluss lohnt der Blick auf den Umfang: Reine Wartungsverträge decken Inspektion und Pflege ab, Vollwartungsverträge schließen Reparaturen und Ersatzteile ein und sind entsprechend teurer. Wichtig sind außerdem Laufzeit, Verlängerungsklauseln und Preisanpassung. Im Mietverhältnis sind Wartungskosten als Betriebskosten umlagefähig, soweit die Betriebskostenverordnung sie erfasst; Reparaturanteile aus Vollwartungsverträgen müssen herausgerechnet werden. Die Verwaltung führt die Fristen, überwacht die Ausführung und bewahrt die Wartungsprotokolle als Nachweis auf.
Die Erläuterung gibt den allgemeinen Stand wieder und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.
