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Glossar · Miete

Betriebskostenspiegel

Ein Betriebskostenspiegel nennt Durchschnittswerte je Quadratmeter für einzelne Betriebskostenarten und dient als Vergleichsmaßstab, nicht als Grenze.

Was bedeutet Betriebskostenspiegel?

Ein Betriebskostenspiegel ist eine statistische Übersicht darüber, was Mieter im Durchschnitt je Quadratmeter Wohnfläche und Monat für einzelne Kostenarten zahlen – etwa Heizung, Wasser, Müllabfuhr, Hausmeister oder Versicherung. Am bekanntesten ist die Auswertung des Deutschen Mieterbundes, die auf eingereichten Abrechnungen beruht; daneben gibt es regionale Erhebungen.

Rechtlich bindend sind diese Werte nicht. Sie zeigen, wo eine Abrechnung auffällig vom Üblichen abweicht, beweisen aber keinen Fehler: Ein Haus mit Aufzug, großem Garten oder hohem Wasserverbrauch der Bewohner liegt zwangsläufig über dem Durchschnitt. Umgekehrt entbindet ein unauffälliger Wert nicht davon, die Betriebskosten korrekt zu ermitteln und zu verteilen.

Für Vermieter ist der Vergleich trotzdem nützlich. Sie müssen bei der Bewirtschaftung das Gebot der Wirtschaftlichkeit beachten (§ 556 Abs. 3 BGB) und sollten erklären können, warum einzelne Positionen hoch ausfallen. Liegen etwa die Kosten für Hausmeister oder Versicherung deutlich über Vergleichswerten, lohnt es sich, die Verträge zu prüfen und Angebote einzuholen.

Die Erläuterung gibt den allgemeinen Stand wieder und ersetzt keine Rechtsberatung im Einzelfall.

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